Montag, 7. Januar 2013

am strand von puerto escondido ...



Auch auf die Gefahr hin, mit zunehmendem Alter als Romantiker abgestempelt zu werden, folgen hier noch einige Bildimpressionen, die unseren Entschluss, noch länger als geplant in Puerto Escondido zu verweilen visuell untermauern ...



Wer übrigens eine relativ preisgünstige aber tolle Unterkunft in Puerto Escondido sucht, dem können wir die Bungalows in der Villa Casalet empfehlen. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Posts war die Webseite der Villa Casalet leider gerade gehackt. Hier trotzdem der Link ... Ach ja, und wenn wir schon bei der Unterkunft sind. Die ersten drei Nächte haben wir in den Bungalows Maresias verbracht und diese können wir nun wirklich nicht empfehlen! Wir haben dieses Zimmer vorgängig per Internet (bei booking.com) gebucht, weil wir angenommen haben, dass es zwischen Weihnachten und Neujahr allenfalls schwierig wird, eine Unterkunft zu finden. Einerseits haben wir dieses ältere und doch eher spartanische Bungalow überzahlt, aber noch viel übler ist der Umstand, dass rund 50 Meter von den Bungalows entfernt eine durch geknallter Openair-Techno-Schuppen ist, der praktisch jede Nacht voll durch hämmert, wobei einem die lauten Bässe einfach um den Schlaf bringen. Bei dieser Lautstärke helfen weder 10 Cervezas noch Gehörschutzpfropfen! Und preisgünstigere und bessere Optionen lassen sich sogar in der Hochsaison gut finden. Das Angebot an Unterkünften ist riesig!

Freitag, 4. Januar 2013

unsere pläne haben geändert ...

Seit dem 30.12. sind wir nun in Puerto Escondido an der mexikanischen Pazifikküste. Ursprünglich wollten wir ja nach drei, vier Tagen via Acapulco und Taxco zurück nach Mexico City, von wo wir am 05.01.2013 leider bereits wieder zurück fliegen. Hier am Strand von Puerto Escondido gefällt es uns aber so gut, dass wir kurzerhand beschlossen haben, bis ans Ende unserer Ferien hier zu bleiben. Nun haben wir uns Flugtickets besorgt und fliegen am 05.01.2013 am Mittag mit Aeromar von Puerto Escondido nach Mexico City und danach am Abend gleich weiter zurück nach Europa und damit zurück in den Winter. Brrrrr....

Die fotografischen Gründe, weshalb es uns hier so gut gefällt, liefern wir in Kürze gerne nach :-) Hier schon einmal ein Video vom Sonnenuntergang gestern Abend. Ok, das Filmchen ist in Bezug auf die Dramaturgie sicher noch langweiliger als das unsägliche Kaminfeuer, welches nach Sendeschluss jeweils bei RTL oder so gezeigt wird, aber die Stimmung ist halt einfach nur wunderschön!


monte albán ...

  

Wer Oaxaca besucht, der besucht auch die Ruinenstätte Monte Albán auf einem Hügel ausserhalb der Stadt. Monte Albán ist die ehemalige Hauptstadt der Zapoteken. Zum Glück waren wir bei unserem Besuch relativ früh am Morgen auf dem Hügel. Zum einen war der Strom an Besuchern an diesem 28.12.2012 und damit mitten in den Weihnachtsferien ab der Mittagszeit erwartungsgemäss gross und zum anderen stiegen die Temperaturen mächtig an. Wie die Bilder zeigen, liegen die Ruinen auf einer künstlich abgeflachten Bergkuppe und bieten praktisch keinen Schatten. Zusätzlich zu den imposanten und interessanten Eindrücken gab es folglich an den unbedeckten Hautpartien auch noch den ersten Sonnenbrand, als Zugabe sozusagen.

Zwei Dinge stellt man übrigens bei allen archäologischen Fundstätten in Mexico fest. Erstens hat es unzählige Händler, die den Besuchern irgendwelchen Ramsch andrehen wollen (der aus unerklärlichen Gründen insbesondere von den einheimischen Touristen auch gekauft wird) und zweitens lassen sich immer wieder besondere Exemplare beobachten, die sich durch Meditation, Gesänge oder irgendwelche Formen von Ausdruckstanz an diesen durchaus magischen Orten wohl energetisch laden. Jedem und jeder das Seine :-)

  

Samstag, 29. Dezember 2012

la vida en la calle ...

  
  

oaxaca ...

Am 27.12.2012 ging unsere Reise mit einer 6-stündigen Busfahrt weiter nach Oaxaca. Das entspricht mehr oder weniger einer 6-stündigen Talfahrt von 2200 auf rund 1500 Metern über Meer. Im Vergleich zu anderen lateinamerikanischen Ländern ist das Reisen mit dem Bus in Mexico übrigens sehr bequem und gut organisiert. Die modernen Busse verkehren nach einem festen Fahrplan, die Sitzplätze sind nummeriert und wer ein paar Pesos mehr investiert und mit der Primera Clase reist, geniesst sogar zusätzlichen Komfort in Bezug auf die Beinfreiheit und den Service. Auch in diesem Bereich ist die technologische Entwicklung nicht stehen geblieben und bei den meisten Busunternehmen lassen sich die Fahrkarten heute bequem im Internet kaufen. Ich erinnere mich noch an Zeiten, in welchen die Organisation einer Busfahrt mindestens einen halben Tag beansprucht hat.

Wie dem auch sei, auf jeden Fall sind wir gut in Oaxaca angekommen und haben ein Zimmer im hübschen Casa de la Tía Tere bezogen. Die Temperaturen sind merklich gestiegen und bei aktuell rund 28 Grad kommen endlich auch die kurzen Hosen zum Einsatz. Oaxaca ist eine wunderschöne Stadt mit einem gut erhaltenen resp. restaurierten historischen Zentrum. Die Region ist zudem für ihr Kunsthandwerk und ihre Küche bekannt. Da gibt es zum Beispiel kulinarische Leckerbissen wie Chapulines. Bei näherer Betrachtung der Auslage auf dem Markt stellt man dann als Europäer etwas irritiert fest, dass es sich hierbei um Heuschreken handelt. Bis dato haben wir uns noch nicht zum Probieren überwinden können.

Auch die sogenannte Mole, insbesondere die schwarze, ist hier eine bekannte Sache. Dabei handelt es sich um eine Sauce, die neben Chilli, Zwiebeln, Knoblauch, Schweineschmalz, Weissbrot, Erdnüssen, Sesam, Zimt, Mandeln, Oregano, Thymian, Pfeffer, Koriander, Rosinen auch bittere schwarze Schokolade enthält. Und diese Brühe wird dann zusammen mit Fleisch serviert. Zugegebenermassen etwas gewöhnungsbedürftig.

  

museo nacional de antropologia ...

Azteken, Maya, Olmeken, Tolteken, Zapoteken, Mixteken und viele mehr! Für uns archäologische Banausen scheint es ein Ding der Unmöglichkeit zu sein, den Überblick über die unzähligen Volksgruppen zu erlangen, welche bereits vor der Ankunft der Spanier in Mexico (das war übrigens 1519) hochzivilisierte und organisierte Gesellschaften hervorgebracht haben. Im Zuge ihrer Eroberungs- und Raubzüge haben die Spanier zwar viel vom Erbe dieser Kulturen vernichtet, wichtige Funde sind aber im Museo Nacional de Antropología, zu deutsch Nationalmuseum für Anthropologie, in Mexico City zu bestaunen. Wir waren völlig angetan von diesem imposanten und spannenden Museum. Erschlagen von unglaublich vielen Eindrücken verliessen wir das Museum nach geschlagenen drei Stunden wieder. Den Überblick haben wir zwar immer noch nicht, dafür aber eine tiefe Faszination für die präkolumbianischen indianischen Zivilisationen in Mesoamerika. Ach ja, und warum die Welt am vergangenen 21.12.2012 trotz dem Ende des Mayakalenders nicht untergegangen ist, haben wir auch nicht herausgefunden :-)

  

Freitag, 28. Dezember 2012

teotihuacán ...

  

Die Ruinenstätte von Teotihuacán ist ein absolutes Highlight! Auch wenn wir nicht an Übersinnliches glauben und uns auch nicht zur Gilde der Esoteriker zählen, lässt sich diesen imposanten Bauwerken eine magische und verzaubernde Wirkung nicht absprechen. Was hier bereits ab dem sechsten vorchristlichen Jahrhundert durch Menschenhand erschaffen wurde, ist schlicht beeindruckend! Zum Glück gibt es Bilder, denn Worte vermögen die Eindrücke nicht zu beschreiben :-)

  

unter pilgern ...

Wer Mexico City besucht, besucht auch die weltbekannten Pyramiden von Teotihuacán, welche rund 50 Kilometer nördlich der Stadt liegen. Und genau diesen Ausflug stand auch bei uns auf dem Programm und voller Vorfreude stiegen wir bei Roberto ins Auto. Roberto war uns durch den netten Concierge im Hotel organisiert worden und kaum waren wir unterwegs, fragte uns dieser Roberto, ob wir noch Lust auf einen kleinen Abstecher zur Basílica de Nuestra Señora de Guadalupe hätten. Als grundsätzlich interessierte und aufgeschlossene Zeitgenossen lehnten wir natürlich nicht ab, wenn schon eine schöne Kirche auf dem Weg liegt. Bei unserer Ankunft wurde uns dann sofort bewusst, dass heute Heilig Abend war, denn ausser uns hegten noch gefühlte 10'000 Gläubige den Wunsch, der Jungfrau von Guadalupe in die Augen zu blicken. Nachdem wir die wunderschöne alte Basilika besucht hatten (diese steht wegen unstabilem Untergrund inzwischen in beängstigender Schieflage), bestand Roberto darauf, dass wir in der neuen Basilika nebenan noch das Bild der Guadalupe besuchen. Was nun folgte, war ein eindrückliches aber irgendwie auch befremdendes Zeugnis der Macht, welche die katholische Kirche noch immer auf ihre Gläubigen ausübt.

Das Bild der Jungfrau hängt natürlich ganz vorne in der Basilika. Damit das Bild bestaunt werden kann, ohne dass die Messe gestört würde, führt ein unterirdischer Tunnel am Bild vorbei. Also stellten wir uns links in der Basilika ganz hinten in den Menschenstrom, der sich still, fast mechanisch und mit gesenktem Haupt langsam dem Tunnel näherte. Dass sich die Kirche modernen Errungenschaften der Technik nicht verschliesst, haben wir dann erfahren, als wir nach rund 20 Minuten endlich im Tunnel angekommen waren. Damit der Menschenstrom nicht durch stehen bleibende Gläubige gestaut wird, wird die Menge (Entschuldigung für den Vergleich, aber wie Vieh im Schlachthof) in vier Kolonnen geteilt und jede Kolonne führt auf eine vertikale Rolltreppe, welche die Gläubigen in gemächlichem Tempo am bekannten Bild vorbei führt. Ganz wichtig sind natürlich die langen Schlitze links und rechts der Rolltreppe, in welchen es wie bei der Auszahlung des Jackpots in einem Casino mächtig klimpert.

   

Wir dürfen nun für uns in Anspruch nehmen, dass wir am zweitmeist besuchten Pilgerort (nach Rom natürlich) der katholischen Kirche weltweit waren. Es war spannend, irgendwie faszinierend aber für uns doch ziemlich surreal und weltfremd.

weihnachtstage in mexico city ...

Wir sind den kalten Wintertagen in der Schweiz einmal mehr entflohen und sind am 23.12.2012 gut in Mexico City angekommen. Nach den beruflich stressigen Monaten in der Schweiz gönnen wir uns einige Tage Erholung in wärmeren Breitengraden. Eine angemessene Erholung beginnt natürlich bei der Wahl eines netten Hotels und diese ist uns mit dem Hotel de Cortes mehr als gelungen. Irgendwie passen wir mit unseren Rucksäcken zwar nicht ganz in diese noble Umgebung, aber uns soll es recht sein und immerhin stehen die Weihnachtstage vor der Türe.

Mit den folgenden Bildimpressionen aus dieser interessanten und eigentlich ganz schönen, aber grossen und lauten Stadt, wünschen wir unseren Familien und Freunden (nachträglich) schöne und besinnliche Weihnachtstage.

  
  

Samstag, 22. Dezember 2012

viva méxico ...

Endlich! Die Weihnachtsferien sind hier und die Sonne ruft! Morgen, 23.12.2012, fliegen wir über Paris nach Mexico City! Diesmal haben wir zwar "nur" zwei Wochen zur Verfügung, aber das ist allemal besser als gar keine Reiseabenteuer :-) Wir freuen uns riesig und sicherlich wird es die eine oder andere Episode hier zu lesen geben.