Rundreise mit Mietwagen
Dauer: 23.12.11 bis 14.01.12 (3 Wochen)
Länge: 4'200 km
Strecke: Santiago (1) - Cobquecura (2) - Villarrica - Lican Ray - Pucón (3) - Puerto Varas (4) - Bariloche (5) - San Martin de los Andes (6) - Chos Malal (7) - Malargüe (8) - Medoza (9) - Uspallata (10) - Santiago
Highlights: Gastfreundschaft - Seen - Vulkane - Mobilität mit Mietwagen - Ruta 40 zwischen Chos Malal und Malargüe - Festival del Chivo in Malargüe - Zentrale Anden rund um Uspallata - Wein und Fleisch und viele mehr ...
Lowlights: La cenica (die Asche des Vulkans Puyehue) - Halbwertszeit bei Bestellungen in Argentinien - Zollformalitäten mit Mietwagen.
Posts mit dem Label chile werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label chile werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Montag, 13. Februar 2012
eine suite zum abschluss ...
Nachdem wir nach unserer Ankunft an Weihnachten bereits zwei Nächte in einem ordentlichen, aber relativ unspektakulären Zimmer im Hotel Blue Tree Fundador in Santiago verbracht hatten, führte uns unser Weg für die letzte Nacht vor unserer Rückreise zurück in dieses Hotel. Diese letzte Nacht hatten wir bereits vor der Reise und zusammen mit dem Mietwagen gebucht. Nach der unerwartet reibungslosen Abgabe des Mietwagens liessen wir uns also mit dem Taxi zum Fundador fahren. Beim Check-In liess man uns wissen, dass wir diesmal im Annex des Hotels untergebracht wären. Das das Hotel noch über einen Annex verfügt, haben wir beim ersten Besuch gar nicht bemerkt und eigentlich war es uns auch ziemlich egal, denn wir sehnten uns einfach nach einer Dusche und etwas Ruhe. Der uniformierte Hotelangestellte führte uns und unser Gepäck dann in einer gefühlten Ewigkeit über zwei Aufzüge und endlose Gänge ganz nach oben in den siebten Stock im Nebengebäude. Als er uns die Türe öffnete, traf uns fast der Schlag. Stephan erkundigte sich noch, ob es sich wohl nicht um einen Irrtum handle, aber alles schien seine rechte Ordnung zu haben. Wir standen mit offenen Mündern inmitten einer Zweizimmer-Suite mit Riesenbett, tollem Bad, Polstergruppen und sogar zwei Fernsehgeräten. Wurden wir nun bereits in ein Vielbesucherprogramm des Hotels aufgenommen oder hat uns wohl Michu von unserem Reisebüro diese Überraschung beschert. Wir wissen es bis heute nicht, haben so die wenigen letzten Stunden in Santiago aber doppelt genossen…
Autor:
Stephan
Destination:
chile
paso de los libertadores ...
Unsere Rückkehr nach Chile führte über den Paso de los Libertadores. Beim Aduana auf rund 3500 Metern und bei relativ kühlen Temperaturen galt es erst einmal, die Nerven zu bewahren. Nachdem der Schwerverkehr vom Personenverkehr getrennt war, stellten resp. fuhren wir zusammen mit unzähligen, vorwiegend argentinischen Autos (die ganz offenbar unterwegs in ihre Sommerferien waren) in eine lange Schlange vor den Zollhäuschen. Im Vergleich zu anderen Grenzübertritten in Lateinamerika ist dieser hier zwar verhältnismässig gut organisiert, aber es dauert halt trotzdem seine Zeit und mindestens zehn verschiedene Beamte, bis die Pässe den argentinischen Ausreisestempel enthalten, das Mietauto ordentlich abgemeldet ist, die Einreisepapiere für Chile ausgefüllt sind, die Pässe einen entsprechenden Einreisestempel enthalten, das Auto in Chile wieder angemeldet ist und das gesamte Gepäck und Auto nach unerlaubten Lebensmittel untersucht ist. Ein Glück, dass sich der chilenische Zollbeamte durch Veronikas Plastikbeutel mit Vulkanasche nicht aus dem Konzept bringen liess.

Wir Schweizer sind uns ja von den Passstrassen in den Alpen einiges gewöhnt. Die Serpentinen, die sich auf der chilenischen Seite aber die Anden hinunter winden, sind einfach nur spektakulär. Die Gefahr von überhöhter Geschwindigkeit ist relativ gering, denn zwischen unzähligen, mehr oder weniger vertrauenserweckender Lastwagen ging es im Schneckentempo talwärts. Eine beeindruckende Fahrt mit gewaltiger Aussicht und viel Abgas! Auf dieser Fahrt hiess es gleichzeitig Abschied von Argentinien zu nehmen. Unsere kleine Rundreise durch Chile und Argentinien neigt sich leider bereits dem Ende zu und vor uns liegt die letzte Übernachtung in Santiago…
Wir Schweizer sind uns ja von den Passstrassen in den Alpen einiges gewöhnt. Die Serpentinen, die sich auf der chilenischen Seite aber die Anden hinunter winden, sind einfach nur spektakulär. Die Gefahr von überhöhter Geschwindigkeit ist relativ gering, denn zwischen unzähligen, mehr oder weniger vertrauenserweckender Lastwagen ging es im Schneckentempo talwärts. Eine beeindruckende Fahrt mit gewaltiger Aussicht und viel Abgas! Auf dieser Fahrt hiess es gleichzeitig Abschied von Argentinien zu nehmen. Unsere kleine Rundreise durch Chile und Argentinien neigt sich leider bereits dem Ende zu und vor uns liegt die letzte Übernachtung in Santiago…
Autor:
Stephan
Destination:
argentinien,
chile
Donnerstag, 5. Januar 2012
en la ruta ...
Das Fahren auf Chiles Strassen ist eigentlich viel angenehmer, als wir uns das im Vorfeld vorgestellt haben. Die Chilenen fahren grundsätzlich rücksichtsvoll und brauchen die Hupe im Vergleich zu anderen lateinamerikanischen Ländern fast nie. Trotzdem sind Unterschiede zu Europa auszumachen. So ist es in Chile völlig normal, dass die gut ausgebaute, gebührenpflichtige Autobahn (es gibt nur eine, einfach die von Norden nach Süden) auch mal von Traktoren, Zweirädern oder häufig sogar auch von Fussgängern benutzt wird. Dabei scheint insbesondere den Töff- und Velofahrern die Fahrtrichtung ziemlich egal zu sein und dann kommt es halt schon ab und zu vor, dass einem auf am Strassenrand ein Töff oder Velo entgegen kommt. Abseits der Autobahn und insbesondere in ländlichen Gegenden mit teilweise nicht alsphaltierten Pisten sind dann querende Kuhherden und vor allem die unzähligen kläffenden Hunde am Strassenrand zu beachten. Letztere machen sich einen Spass daraus, an (zu langsam) vorbeifahrenden Autos hochzuspringen. Auch bei der eher spärlichen Signalisation gibt es Unterschiede, wie die folgenden Bilder belegen.
Das letzte Bild zeigt übrigens den Tarif an einer Zahlstelle auf der Autobahn. Zum Glück handelt es sich bei den $1'900 nicht um amerikanische Dollars, sondern um chilenische Pesos, was umgerechnet etwa 3.50 Franken entspricht. Als Einzelbertrag ist das zwar nicht so viel, aber die Zahlstellen tauchen doch in relativ häufigen Abständen auf. Auch das Benzin hat in Chile mit rund 1.50 Franken übrigens einen ziemlich stolzen Preis. Bei täglichen Distanzen von mehreren hunder Kilometeren ein nicht ganz zu vernachlässigender Budgetposten für motorisierte Reisende. Die gewonnenen Freiheiten bei der Zeit- und Streckenplanung vermögen diese zusätzlichen Ausgaben für ein Mietfahrzeug im Vergleich zum Reisen mit ÖV aber mehr als nur zu kompensieren. Wir geniessen es sehr, mit einem Jeep unterwegs zu sein und auch abgelegene, ländliche Gebiete zu erkunden oder einfach einmal einen spontanen Fotohalt einlegen zu können.
Autor:
Stephan
Destination:
chile
Montag, 2. Januar 2012
vulkan puyehue ...
Und wieder gibt es eine Geschichte über einen Vulkan zu schreiben. Diesmal handelt es sich aber eher über eine nüchterne, ja schon fast beängstigende Erfahrung, welche uns die Macht und Kraft der Natur wieder einmal deutlich vor Augen geführt hat. Am Neujahrstag machten wir uns auf nach Bariloche in Argentinien. Die grundsätzlich gut ausgebaute Strasse führt über den Pass Cardenal Antonio Samore, der gleichzeitig auch die Grenze zwischen Chile und Argentinien darstellt. Dieser Pass wird durch das Vulkanmassiv Puyehue gesäumt. Wir haben zwar gewusst, dass dieser Vulkan am vergangenen 4. Juni 2011 (und damit kurz nach dem Ausbruch des Eyjafjallajökull in Island) massiv ausgebrochen war. Die Region ist für den Verkehr auf der Strasse zwar wieder offen, aber welche Auswirkungen und Langzeitschäden so ein Ausbruch nach sich zieht, davon sind wir jetzt selber Zeugen geworden. Beeindruckend und erschütternd zugleich. Was auf den folgenden Fotos wie Schnee ausschaut, ist schlicht und einfach Asche! Der Wald ist auf mehreren Quadratkilometern abgestorben und die ehemals prächtigen Seen und Lagunen sind zu Schlammlöchern verkommen. Es wird wohl Jahre dauern, bis sich die Natur hier wieder erhohlt hat.
 
Der Vulkan steht zwar auf dem Gebiet von Chile, aufgrund des Windes wurde aber vor allem die argentinische Seite arg in Mitleidenschaft gezogen. Auf unserem Weg nach Bariloche fuhren wir dann durch Dörfer, die durch den Ascheregen praktisch unbewohnbar geworden sind. Die Bemerkung von Vroni scheint für die Situation sehr treffend zu sein: "So stelle ich mir New York nach 9/11 vor!". Wenn man sich vor Augen führt, dass gerade diese Region vor allem vom Tourismus lebt (Skigebiet im Winter und Wandern im Sommer), dann kann man sich neben der Belastung der Gesundheit für Mensch und Tier auch die wirtschaftlichen Konsequenzen dieser Aschewolke gut vorstellen. Auch hier in Bariloche sind die Auswirkungen noch gut spür- und beobachtbar. Der Aschestaub hat sich hier zwar auf ein erträgliches Mass reduziert, trotzem bleiben viele Hotels und Unterkünfte leer.
Interessante Links zum Vulkanausbruch:
Wikipedia
Tagesschau SF
Die Zeit Online
Der Vulkan steht zwar auf dem Gebiet von Chile, aufgrund des Windes wurde aber vor allem die argentinische Seite arg in Mitleidenschaft gezogen. Auf unserem Weg nach Bariloche fuhren wir dann durch Dörfer, die durch den Ascheregen praktisch unbewohnbar geworden sind. Die Bemerkung von Vroni scheint für die Situation sehr treffend zu sein: "So stelle ich mir New York nach 9/11 vor!". Wenn man sich vor Augen führt, dass gerade diese Region vor allem vom Tourismus lebt (Skigebiet im Winter und Wandern im Sommer), dann kann man sich neben der Belastung der Gesundheit für Mensch und Tier auch die wirtschaftlichen Konsequenzen dieser Aschewolke gut vorstellen. Auch hier in Bariloche sind die Auswirkungen noch gut spür- und beobachtbar. Der Aschestaub hat sich hier zwar auf ein erträgliches Mass reduziert, trotzem bleiben viele Hotels und Unterkünfte leer.
Interessante Links zum Vulkanausbruch:
Wikipedia
Tagesschau SF
Die Zeit Online
Autor:
Stephan
Destination:
argentinien,
chile
Samstag, 31. Dezember 2011
vulkan osorno ...
Die letzten beiden Tage verbrachten wir in der Region rund um Puerto Varas und den See Llanquihue, der gleich von drei imposanten und schneebedeckten Vulkanen umgeben ist. Heute haben wir den gesamten See umfahren und dabei etliche hübsche kleine Ortschaften angetroffen. Unübersehbar sind in dieser Region übrigens die Spuren der unzähligen deutschen Einwander, die sich vorwiegend am Ende des 19. Jahrhunderts (und nicht erst nach dem zweiten Weltkrieg) hier als Bauern niedergelassen haben. Die deutschen Übersiedler haben vor allem bei der Architektur, bei der Namensgebung von Orten und bei der lokalen Küche ihre Handschrift hinterlassen. So gibt es auch in Puerto Varas heute noch das Lokal des deutschen Vereins oder in vielen Restaurants kann man Kuchen bestellen, welcher nicht nur wie Kuchen bei uns schmeckt, sondern eben auch als Kuchen bezeichnet wird.
Höhepunkt der heutigen Rundfahrt war aber einmal mehr ein Vulkan. Auch auf den 2652 Meter hohen Vulkan Osorno führt bis rund 500 Meter unter den Gipfel eine enge, diesmal aber geteerte Strasse. Entgegen dem aktiven Vulkan Villarrica datiert die letze Eruption des Osornos auf das Jahr 1869. Dieser Umstand hat wohl auch dazu geführt, dass die Erstellung einer geteerten Strasse als lohnenswerte Investition angesehen wurde. Das ist aber noch lange nicht alles, denn der Osorno wird im Winter rege zum Skifahren genutzt, weshalb uns die Sessellifte zuerst schon etwas ins Staunen gebracht haben. Obschon es auch jetzt im Sommer ganz oben auf dem Osorno Schnee hat, kann man nicht Skifahren. Trotzdem war ein Sessellift zu unserer Freude in Betrieb. Diese Chance liessen wir uns natürlich nicht entgehen und liessen uns auf einem, für schweizerischen Verhältnisse fast prähistorischen Sessellift weiter in die Höhe fahren, wo uns dann ein wunderschöner Spaziergang durch die Lavafelder und entlang von Nebenkratern erwartete. Das Wetter hatte sich inzwischen ebenfalls prächtig entwickelt, was uns zusätzlich fantastische Ausblicke auf den Lago Llanquihue unter uns und auf die argentinischen Anden hinter uns ermöglichte. Ein wirklich unvergesslicher Geburtstag von Stephan.
Interessant war dann auch die Begegnung mit Peter (Pedro) aus dem Zürcher Unterland, der mit einen alten Schweizer Armeelastwagen seit 2 Jahren (im Schneckentempo) in Argentinien und Chile unterwegs ist. Den Lastwagen hat er für 5000 Franken in Thun auf dem Gant der Armee ersteigert und für das Reisen umgebaut. Wow, soger diese alte Armeeschwarte hat den harten Auftieg auf den Osorno geschafft. Der Schwatz mit Pedro war sehr interessant und beeindruckend und weckt natürlich bei einem selber neue Träume und Gelüste...
Autor:
Stephan
Destination:
chile
Donnerstag, 29. Dezember 2011
vulkan villarrica ...
Chile ist administrativ in 13 verschiedene Regionen aufgeteilt. Die Regionen IX (Región de la Araucania) und X (Región de los Lagos) sind wegen ihren stahlblauen Seen und herrlich duftenden Nadelwäldern bekannt. Villarrica ist eine hübsche Kleinstadt am Rande des gleichnamigen Sees. Es gibt tausende von Gründen, in dieser Region einige Tage zu verbringen. Einer ragt aber unübersehbar gegen den Himmel. Man beachte den weissen Koloss am Horizont. Es ist der 2'840 Meter hohe aktive Vulkan, welcher der Einfachheit halber auch den Namen Villarrica trägt.
Heute haben wir unser Jeep einem ersten Härtestest unterzogen und sind in den Nationalpark mit dem Vulkan gefahren. Während von Pucón aus zuerst eine sehr gute Starsse zum Eingang des Parks führt, ist eben nach diesem Eingang Schluss mit Asphalt. Auf einer Naturpiste pflügte sich unser Jeep über Stock und Stein (oder in diesem Fall eher Lava) begleitet von faszinierenden Anblicken des Vulkans immer höher. Stephan hätte natürliche gerne noch eine kleine Privatvostellung des Feuer speienden Vulkans gehabt, aber irgendwie waren wir dann ob der Nähe zum Gipfel doch ganz froh, dass heute bezüglich Aktivität beim Villarrica tote Hose war.
Autor:
Stephan
Destination:
chile
am ende der strasse ...
Bereits bei der Planung in der Schweiz war uns schnell klar geworden, dass wir zwischen Santiago und Villarrica aufgrund der Strecke (ca. 900 km) einen Zwischenstopp einlegen wollten. Genau bei dieser Streckenplanung ist uns aber auch aufgefallen, dass beim Einsatz der bekannten Routenplaner im Internet Vorsicht geboten ist. So berechnet beispielsweise Google-Maps für eine Strecke in Chile gut und gerne eine doppelt so lange Fahrzeit wie bing von Microsoft für die identische Strecke. Dazu gesellen sich massive Schwierigkeiten oder besser massive Fehler dieser Routenplaner bei der Berechnung von Routen mit Grenzübertritt. Wer will schon einen Umweg über Santiago machen, wenn er von Puerto Montt in Chile nach Bariloche in Argentinien will? Für die Planung schien es uns aber doch ziemlich wichtig, für eine bestimmte Strecke abschätzen zu können, ob uns nun 5 oder 10 Stunden am Steuer erwarten. Relativ verlässliche Resultate erhileten wir dann nach dem Download der aktuellen (aber kostenpflichtigen) Karten von Südamerika auf unser Garmin-GPS, welches wir wegen dem Geocaching so oder so mit nach Chile nehmen :-)
Nun aber züruck zur ersten Etappe. Irgendwo in einem Reisefüher hatte Stephan gelesen, dass das kleine Dorf Buchupureo an der Pazifikküste ganz schmuck sei und darüber hinaus über schöne Strände verfügen soll. Dass unser GPS den Ort Buchupureo nicht gefunden hat, erstaunte und nicht weiter. Als Ziel tat es auch eine Stadt namens Cauquenes, was sich dann aber auch als Kaff herausstellte.
Wie diese Geschichte weiter geht, könnt ihr in Kürze lesen. Für heute habe ich genug geschrieben und die Zeit im Internetcafe läuft ab... Bis bald.
Nun aber züruck zur ersten Etappe. Irgendwo in einem Reisefüher hatte Stephan gelesen, dass das kleine Dorf Buchupureo an der Pazifikküste ganz schmuck sei und darüber hinaus über schöne Strände verfügen soll. Dass unser GPS den Ort Buchupureo nicht gefunden hat, erstaunte und nicht weiter. Als Ziel tat es auch eine Stadt namens Cauquenes, was sich dann aber auch als Kaff herausstellte.
Wie diese Geschichte weiter geht, könnt ihr in Kürze lesen. Für heute habe ich genug geschrieben und die Zeit im Internetcafe läuft ab... Bis bald.
Autor:
Stephan
Destination:
chile
Mittwoch, 28. Dezember 2011
automiete in chile ...
Dass die Miete eines Autos in Chile nicht ganz ohne ist, hat Stephan bereits bei seiner vorgängigen Recherche im Internet festgestellt. Neben unzähligen Anbietern mit völlig unterschiedlichen Angeboten ist offenbar insbesondere die Möglichkeit, mit dem Mietwagen auch nach Argentinien fahren zu können, nicht ohne immense Bürokratie buchbar. Wie dem auch sei. Aus diesen Gründen haben wir uns schon in der Schweiz entschieden, die Buchung eines Mietwagens dem Experten im Reisebüro zu übergeben. Unser Wunsch war einfach ein Jeep mit 4 x 4 Antrieb, allen nur erdenklichen Versicherungen, unbegrenzten Kilometern und zwei registrierten Fahrern.
Unsere Experte hat dann prompt auch ein tolles, preisgünstiges Angebot mit unbegrenzten Kilometeren bei einem renommierten Anbieter gefunden. Die Miete und die Versicherungen wurden in der Schweiz bezahlt und gemäss Reisebüro wären dann in Chile lediglich noch die Kaution, die Tagespauschalen für die Autobahnbenutzung sowie die Zustellgebühr zu bezahlen. Alles klar. Die Wagenübergabe war für den 26.12.2011 um 10.00 Uhr in unserem Hotel in Santiago vereinbart.
Wer schon einmal in Lateinamerika war, der weiss, dass eine vereinbarte Zeit eher als Richtwert zu verstehen ist und so sassen wir also in der Hotellobby und warteten fast eine geschlagene Stunde, bis der Typ von Europcar auftauchte. Nachdem er Stephan nett gegrüsst und Vroni einfach links liegen gelassen hatte, zeigte sich der chilenische Supermacho dann auch äusserst erleichtert, als ihm Stephan die Frage nach Spanisch als Verständigungssprache bejahte. Wer aber schon einmal in Lateinamerika und in Chile war, der weiss, dass die Chilenen a) exterm schnell und b) exterm undeutlich sprechen. Für den Supermacho war es offenbar auch nicht nachvollziehbar, dass es Leute mit anderer Muttersprache gibt und so wiederholte er seine Antwort auf unsere wiederholte Frage nach den Versicherungen zwar ebenso schnell, aber einfach ein wenig lauter.
Der Europcar-Typ ohne Flair für Europäer übergab uns dann tatsächlich noch ein hochoffizielles 3-seitiges und notariell beglaubigtes Dokument (inkl. Foto und Fingerabdruck des Notars), mit welchem wir, wie er anfügte, den Grenzübertritt nach Argentinien ohne Probleme bewerkstelligen könnten. Die Frage von Stephan, ob damit ein auch ein mehrfacher Grenzübertritt möglich sei, quittierte er nur mit einem Achselzucken und eingen Runzeln auf der Stirn. Nun gut, wir werden ja sehen...
Nachdem vor dem Hotel die Funktion des Fahrzeuges inkl. Wagenheber, Ersatzrad, Abschlepphaken und elektronischer Autobahn-Vignette in gefühlten 30 Sekunden erklärt war (wir sind ja schliesslich alle Automechaniker) und die doch schon recht beträchtlichen Blech- und Glasschäden am Fahrzeug auf dem Übernahmeprotokoll markiert waren, stand (mindestens aus der Sicht des Chilenen) der Vertragsunterzeichnung nichts mehr im Weg. Zu unserem Erstaunen wollte er auch keinen einziegen Peso, denn es sei bereits alles bezahlt. Im Gegenteil, wenn wir ja gegen Süden und nach Argentinien fahren würden, dann bräuchten wir ja grundsätzlich nicht für die gesamte Mietdauer die Autobahnzuschläge zu bezahlen, denn diese seien ja nur im Umkreis von Santiago gültig, aber da sollen wir doch einfach eine E-Mail an die folgende Adresse schreiben und die würden dann den Betrag zurückvergüten und wenn dann die Antenne geklaut wird oder ein Rückspiegel defekt erleidet, dann müssten wir das selber bezahlen, aber vielleicht hätten wir ja eine Versicherung, das sehe er eben auf seinen Dokumenten nicht, und, und, und ... Wir wussten nicht mehr, wo uns der Kopf stand und hätten wir alle Details begreifen und verstehen wollen, so sässen wir noch heute in der Hotellobby!
Im Vertrauen, dass dass der Michu im Reisebüro schon alles richtig gemacht hat und dass wir neben irgendeinem gelben Versicherungsschein ja schliesslich auch noch über den weltweiten ETI-Schutzbrief verfügen und sonst ja auch noch beim Chödi von der Allianz Versicherungen besitzen, unterzeichneten wir den Vertrag und freuten uns darüber, dass a) der Typ endlich weg war und b) unsere Reise Richtung Süden endlich losgehen konnte. Richtigerweise schlug Vroni aber vor, vor der Abfahrt die Nerven doch noch mit einem Tee resp. einem Kaffee an der Hotelbar zu beruhigen. Und genau so haben wir es dann auch getan.
Unsere Experte hat dann prompt auch ein tolles, preisgünstiges Angebot mit unbegrenzten Kilometeren bei einem renommierten Anbieter gefunden. Die Miete und die Versicherungen wurden in der Schweiz bezahlt und gemäss Reisebüro wären dann in Chile lediglich noch die Kaution, die Tagespauschalen für die Autobahnbenutzung sowie die Zustellgebühr zu bezahlen. Alles klar. Die Wagenübergabe war für den 26.12.2011 um 10.00 Uhr in unserem Hotel in Santiago vereinbart.
Wer schon einmal in Lateinamerika war, der weiss, dass eine vereinbarte Zeit eher als Richtwert zu verstehen ist und so sassen wir also in der Hotellobby und warteten fast eine geschlagene Stunde, bis der Typ von Europcar auftauchte. Nachdem er Stephan nett gegrüsst und Vroni einfach links liegen gelassen hatte, zeigte sich der chilenische Supermacho dann auch äusserst erleichtert, als ihm Stephan die Frage nach Spanisch als Verständigungssprache bejahte. Wer aber schon einmal in Lateinamerika und in Chile war, der weiss, dass die Chilenen a) exterm schnell und b) exterm undeutlich sprechen. Für den Supermacho war es offenbar auch nicht nachvollziehbar, dass es Leute mit anderer Muttersprache gibt und so wiederholte er seine Antwort auf unsere wiederholte Frage nach den Versicherungen zwar ebenso schnell, aber einfach ein wenig lauter.
Der Europcar-Typ ohne Flair für Europäer übergab uns dann tatsächlich noch ein hochoffizielles 3-seitiges und notariell beglaubigtes Dokument (inkl. Foto und Fingerabdruck des Notars), mit welchem wir, wie er anfügte, den Grenzübertritt nach Argentinien ohne Probleme bewerkstelligen könnten. Die Frage von Stephan, ob damit ein auch ein mehrfacher Grenzübertritt möglich sei, quittierte er nur mit einem Achselzucken und eingen Runzeln auf der Stirn. Nun gut, wir werden ja sehen...
Nachdem vor dem Hotel die Funktion des Fahrzeuges inkl. Wagenheber, Ersatzrad, Abschlepphaken und elektronischer Autobahn-Vignette in gefühlten 30 Sekunden erklärt war (wir sind ja schliesslich alle Automechaniker) und die doch schon recht beträchtlichen Blech- und Glasschäden am Fahrzeug auf dem Übernahmeprotokoll markiert waren, stand (mindestens aus der Sicht des Chilenen) der Vertragsunterzeichnung nichts mehr im Weg. Zu unserem Erstaunen wollte er auch keinen einziegen Peso, denn es sei bereits alles bezahlt. Im Gegenteil, wenn wir ja gegen Süden und nach Argentinien fahren würden, dann bräuchten wir ja grundsätzlich nicht für die gesamte Mietdauer die Autobahnzuschläge zu bezahlen, denn diese seien ja nur im Umkreis von Santiago gültig, aber da sollen wir doch einfach eine E-Mail an die folgende Adresse schreiben und die würden dann den Betrag zurückvergüten und wenn dann die Antenne geklaut wird oder ein Rückspiegel defekt erleidet, dann müssten wir das selber bezahlen, aber vielleicht hätten wir ja eine Versicherung, das sehe er eben auf seinen Dokumenten nicht, und, und, und ... Wir wussten nicht mehr, wo uns der Kopf stand und hätten wir alle Details begreifen und verstehen wollen, so sässen wir noch heute in der Hotellobby!
Im Vertrauen, dass dass der Michu im Reisebüro schon alles richtig gemacht hat und dass wir neben irgendeinem gelben Versicherungsschein ja schliesslich auch noch über den weltweiten ETI-Schutzbrief verfügen und sonst ja auch noch beim Chödi von der Allianz Versicherungen besitzen, unterzeichneten wir den Vertrag und freuten uns darüber, dass a) der Typ endlich weg war und b) unsere Reise Richtung Süden endlich losgehen konnte. Richtigerweise schlug Vroni aber vor, vor der Abfahrt die Nerven doch noch mit einem Tee resp. einem Kaffee an der Hotelbar zu beruhigen. Und genau so haben wir es dann auch getan.
Autor:
Stephan
Destination:
chile
Sonntag, 25. Dezember 2011
weihnächtlicher spaziergang in santiago ...
Gut ausgeruht und voller Endeckungslust ging es heute zu Fuss los, um Santiago de Chile zu erkunden. Nach rund 6 Stunden Spaziergang (oder wohl besser Wanderung) ziehen wir folgendes durchaus positive Fazit:

- Es ist richtig heiss! Der erste Sonnenbrand sitzt. Unsere Nasen und Nacken sind rot! Um 18.00 Uhr zeigt das Thermometer immer noch úber 30 Grad an!
- Die Leute sind überaus aufgeschlossen und nett. Der nette Taxichauffeur zeigt ob uns lechzenden Touristen Erbarmen und reicht uns gekühlte Getränke nach hinten.
- Die Stadt gefällt uns grundsätzlich gut. Alte Gebäude reihen sich hier nahtlos an moderne Wolkenkratzer. Vor allem aber gibt es unzählige Betonkolosse aus den 70-igern. Trotzdem irgendwie sympathisch.
- Insbesondere auf den Hügeln Cerro San Cristobal und Santa Lucia ist die Aussicht auf die tolle Stadt wunderbar und eindrucksvoll.
- Obschon die Stadt 5 Millionen Einwohner hat, geht es ziemlich ruhig zu und her. Vielleicht ligt es daran, dass heute Weihnachten ist?
- In Bezug auf unser Hobby, das Geocaching, konnten wir heute auch unseren ersten erfolgreichen Fund in Chile und in damit in Südamerika überhaupt verbuchen.
Autor:
Stephan
Destination:
chile
Samstag, 24. Dezember 2011
gut angekommen ...
Nach 24 Stunden Nettoreisezeit sind wir müde, aber unversehrt und guten Mutes in Santiago de Chile angekommen. Es ist heiss hier und wäre da nicht einer dieser unsäglich kitschigen Weihnachtsmänner aus Plastik am Eingang des Hotels aufgestellt, würde fast nichts darauf hindeuten, dass heute eigentlich Heiligabend ist. Entgegen unserer Erwartung haben wir trotz 14-stündigem Flug ab Madrid hier nur 4 Stunden Zeitverschiebung. Da wird einem erst recht bewusst, wie weit wir in den Süden geflogen sind und nicht in den Westen. Gut, schliesslich heisst es ja auch Südamerika ;-) Wir werden uns nun erst einmal vom Stress der letzten Wochen bei der Arbeit erholen, bevor wir dann ab dem 26.12. mit einem Mietwagen das Land erkunden. Wir freuen uns sehr auf die bevorstehenden Tage...
Endlich, Anflug über die Anden Richtung Santiago de Chile. Ein herrlicher Anblick nach fast 14 Stunden Flug! Und die Gipfel sind sogar noch weiss!
Autor:
Stephan
Destination:
chile
Montag, 12. Dezember 2011
chile & argentinien 2011 ...
Endlich! In 11 Tagen ist es wieder einmal soweit. Wir freuen uns sehr auf unserer Kurzreise nach Chile und Argentinien. Während drei Wochen wollen wir mit einem Mietauto den kleinen Süden von Chile (Sur Chico) von Santiago bis Puerto Montt erkunden. Auch ein Abstecher nach Bariloche und San Martin de los Andes in Argentinien ist geplant...
Autor:
Stephan
Destination:
argentinien,
chile
Abonnieren
Posts (Atom)


